Feb 162012
 

Wer einmal mit dem Hobby angefangen hat kennt das Problem: GAS. Man hat zwar eigentlich genug, aber was neues kann ja nicht schaden. Platz wird sich schon.

In Hinblick auf meine kleinen Musiker habe ich mir die kleinste E-Gitarre mit dem kleinsten Preis an Land gezogen: HARLEY BENTON MS JR. III BK.

HARLEY BENTON MS JR. III BK

HARLEY BENTON MS JR. III BK (pimped)

Allerdings fand ich sie im Auslieferungszustand nicht wirklich gebrauchbar. Von einem Setup hab ich keine Spur entdecken können, bei dem Preis häte mich das auch gewundert. Aber ich hab ja gewußt, worauf ich mich einlasse. Also habe ich selber zum Werkzeug gegriffen und aus dem Spielzeug ein Instrument gemacht. Die Basis ist ja da: Die Bünde sind sauber und gleichmäßig eingeschlagen, der Hals ist gerade und läßt sich mit dem Halsstab nachjustieren. Die Mechaniken sind ok. Let’s pimp it !

gerader Hals

gerader Hals

Alle meine Gitarren und Gurte haben das  Security Lock System, daher hat auch diese Gitarre welche bekommen. Der Halswinkel ist leider nicht ganz optimal, die Brücke müßte zu stark verstellt werden. Ein Shim aus Karton hilft hier weiter.

Die Intonation in den ersten Bünden war nicht wirklich möglich. Im ersten Bund 30 Cent daneben geht garnicht. Der Sattel war viel zu hoch.  Oder nicht tief genug eingekerbt. Mit Dreiecksfeile ist das kein Problem. Danach steht allerdings ein Teil des Sattels wie Zähne hoch. Da das optisch nicht reizvoll ist habe ich danach den Sattel noch mit einer Flachfeile nivelliert.

Sattel

Sattel

Die mitgelieferten Saiten sind austauschwürdig, ich habe direkt einen frischen 10-46 aufgezogen. Für Oktavreinheit in der A Stimmung reicht der Stellweg der Saitenreiter nicht aus, ich musste die Schraubenfeder der A-Saite opfern. Die Schrauben der Saitenraiter waren auch zu lang und mußten eingekürzt werden:

Saitenreiter

Saitenreiter

Eigentlich wollte ich die Gitarre als Power Strat haben. Da so etwas nicht im Angebot ist hab ich einen VIVA SB 103 Twin Blade Humbucker im Single Coil Format nachgerüstet. Splitbar ist er auch und hat ordentlich Bumms. In die originale Öffnung im Schlagbrett paßt er nicht ganz hinein, ein wenig Anpassung mit einer Rundfeile hilft hier weiter. Vom Klang her steckt er die Stockbestückung locker in die Tasche. Bei 60% Werterhöhung ist das nicht wirklich ein Wunder. Bei dieser Umbaumaßnahme hat sich leider das Volumenpoti verabschiedet. Die Vernietung zwischen Lötöse und Schichtträger wies nach dem Löten einen Wackelkontakt auf. Wieso das ein lineares Poti war kann ich mir nicht erlären, hier macht sich eines mit logarithmischer Characteristik besser. Also hab ich ein logarithmisches 500K Poti eingesetzt. Neben der besseren Regelcharateristik paßt das besser zum Humbucker und gibt auch der Stockbestückung noch ein wenig Frische.

Die Saitenniederhalter haben die Saiten leider nicht nur nieder gehalten, sondern auch bisweilen fest gehalten. Für die Stimmung ist das garnicht gut, also mussten die originalen gegen tonnenförmige weichen:

Kopfplatte

Kopfplatte

Und jetzt ? Eine richtig tolle E-Gitarre ist sie geworden. Low cost, full fun!

Rock on!

Apr 092010
 

Heute ist eine oiginal Fender CBS Strat zu Besuch. Da will ich doch gleich mal die Gelegenheit nutzen, sie punktuell mit meiner Feld-, Wald- und Wiesenkopie von Yamaha Pacifica 112V zu vergleichen.

Vorweg fällt auf, das man mit der Fender doch etwas mehr Holz in der Hand hat. Verspricht erstmal schon mal „fetteren“ Klang. Trocken gespielt kommt da mehr Substanz rüber als bei der Pacifica. Davon wird wird man aber auf der Probe oder Bühne wenig hören, also mal hören, wie es am Amp Klingt. Da ich die Nachbarn nicht ärgern will, muss meine J-Station herhalten. Damit es nicht ganz so trocken klingt liegen noch ein paar sachte Effekte drauf:

Johnson J-Edit

Johnson J-Edit

Ich nehm ein kleines Riff, und spiel es auf allen Schalterposition von Steg bis Halspickup durch. Die Pacifica muss zum besseren Vergleich ihren Humbucker splitten. Einstellungen des Amps bleiben immer gleich.

Die Pacifica hat Hausrecht und legt vor:

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Die Fender CBS Strat legt nach:

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Der Unterschied fällt für meine Ohren kleiner aus als erwartet. Vielleicht spielt da der Modeller eine Rolle ? Man sagt vielen Modellern ja nach, das sie vereinheitlichen. Das konnte ich bei der J-Station bisher nicht festellen: andere Gitarre, anderer Sound. Ich werde das ganze am Wochenende am Röhrenamp wiederholen.

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